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Die Odilia e.V. wünscht allen eine wundervolle Adventszeit

Dieses Jahr sind aufgrund der Pandemie viele schöne Aktivitäten ausgefallen. Aus diesem Grund hat sich die Verwaltung ein schönes Projekt überlegt „Das Adventskalender-Projekt“. Dank zahlreicher Spenden und dem tollen Einsatz der Mitarbeiter konnte ein schöner Adventskalender entstehen. An dieser Stelle noch einmal unser herzlichsten Dank !

Am 1. Advent haben wir mit den Kindern das Adventsgärtlein zelebriert

Was ist das Adventsgärtlein?

Zu Pfingsten schenkt Christus, das Licht in unserer Mitte, den Jüngern das Licht. Sie tragen es in die Welt, in der es dadurch heller und heller wird.

Beim Adventgärtlein die Umkehrung: Nur, ich selber, nur jeder Mensch für sich kann sein Licht am Christuslicht, dem Licht in unserer Mitte, entzünden, und so wird es heller und heller in der Welt. Sankt Michael, der Geistes-Kraft und Mut Spendende, schützt den Leib vor Gefahr. Sankt Martin, der Austeilende, gibt ab von seiner Seelenkraft, wärmt den Leib und die Seele, Sankt Nikolaus stärkt Leib und Seele, bringt den Leb(ens)kuchen, stärkt die Lebenskräfte, und so gestärkt, können wir uns im Adventgärtlein nun selbst auf den Weg machen, unser Licht am Christtag bei dem Kind in der Krippe neu zu beleben, wieder zum Leuchten zu bringen.

Das Kind in der Krippe hat mit seinem Erscheinen die Kraft des Sünden-Apfels, des Sündenfalles gebrochen, mit dem Licht, der Lichtkraft, der reinen Liebe überstrahlt. Das ist es, was hinter dem Adventgärtlein mit seinem Lichterapfel steht.

Die Spirale, Urbild aller Lebensprozesse

Für das Adventgärtlein die Form der Spirale zu wählen, ergibt sich fast von selbst, ist sie doch das Urbild aller Lebensprozesse.

Enge und Weite, Winter und Sommer, einatmen und ausatmen, innen und außen – all diese Prozesse gehen in ständiger Bewegung vor sich, bis sie den Punkt erreicht haben, an dem sie, für einen Augenblick zur Ruhe gekommen, die Umkehr, den Weg zurück beginnen.

Der Weg in die Enge, zu mir selbst, wo für einen winzigen Augenblick Ruhe entsteht, dann der Weg zurück in die Weite, zur Welt.

Unser Adventsgärtlein

Das Adventsgärtlein beginnt traditionell am ersten „Ersten Advent“ Sonntag am späten Nachmittag mit Einbruch der Dunkelheit – übrigens weltweit. In vielen Einrichtungen der Waldorfpädagogik, in Kindergärten, Schulen, Heimen werden zur gleichen Zeit Kerzen entzündet – ein schöner Gedanke…. Die Idee des Adventsgärtlein für die Kinder wurde während der Weihnachtstagung 1923 in Dornach (auf der die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft gegründet wurde) an Rudolf Steiner herangetragen, der sich ihr mit den Worten angenommen haben soll „Das können wir brauchen“.

Das Adventsgärtlein ist eine große, raumausfüllende, rechtsläufige Spirale aus frischem Tannengrün, geschmückt mit Moos und Efeu. In der Mitte steht eine große Kerze – das Weihnachtslicht, an dem jedes Kind sein eigenes Apfellicht entzünden darf. In diesem Jahr war es CORONA bedingt etwas anders bei ODILIA, wir haben drinnen eine Stadt mit einem Tor  aufgebaut – Frau Gräf hat Laute gespielt und gesungen ( Macht hoch die Tür) Die Kinder sind dann an der Stadt und den kleinen beleuchteten Schiffen vorbei gegangen ( Es kommt ein Schiff geladen) und haben zum Schluss Maria betrachtet ( Maria durch den Dornwald) ging. Jede Gruppe ging nach draußen und wartete vor dem Adventsgärtlein.

Jedes Kind entzündete eine Kerze, ging einzeln in die Spirale, stellte sie ab und ging wieder zurück zu seinem Platz. Es ist immer sehr berührend zu sehen, wie individuell die Kinder ihren Weg nehmen, eins ist forsch, ein anderes ruhig oder auch vorsichtig oder gar schüchtern. Mit jedem Licht, das entzündet wird, erhellt sich die Spirale, ja der ganze Platz mehr und mehr…

Wenn alle Kerzen entzündet sind, leuchtet es hell und jedes Kind bekommt einen Apfel.

Das Adventsgärtlein ist auch ein bewusster Moment des Besinnens, des Innehaltens in einer sich immer schneller drehenden, hektischen Welt und erinnert uns daran, dass es die Dunkelheit braucht um das (innere) Licht sehen zu können und es nach außen zu tragen.