Anthroposophie

Anthroposophie und die Entstehung durch Rudolf Steiner

Rudolf Steiner (1861-1925) war Goethe-Forscher, begründete die Anthroposophie und gab die wesentlichen Grundlagen für die Eurythmie, die Waldorfschulen, die biologisch-dynamische Landwirtschaft und einen neuen, organischen Baustil.
Durch seine sehr differenzierte Menschen- und Weltbetrachtung hat Rudolf Steiner, der Begründer der anthroposophischen Bewegung und Pädagogik, viele verschiedene Einrichtungen ins Leben gerufen, die in bestimmter Weise der Gesundung der Menschen dienen sollen. Zunächst galt die „Waldorfschule“ als Schule der Mitarbeiterkinder der Zigarettenfabrik „Waldorf Astoria“ später dann heilpädagogische Einrichtungen und Schulen, Psychiatrien, Demeter-Landwirtschafts- und Gartenbetriebe, anthroposophische Medizin und Therapien, die inzwischen alle weltweit verbreitet und anerkannt sind.

  • Die Heilpädagogik auf anthroposophischer Grundlage entstand ab 1920 aus der praktischen Arbeit mit Kindern in Waldorfschulen, Lebensgemeinschaften und klinischer Praxis. Eine erste grundlegende Fundierung erhielt sie 1924 mit dem Heilpädagogischen Kurs durch Rudolf Steiner.
  • Die anthroposophische Heilpädagogik fühlt sich der aktuellen Forschung und Wissenschaft verpflichtet und möchte diese im Sinne eines Kultur- und Methodenpluralismus ergänzen und erweitern.
  • Die heilpädagogische Aufgabe besteht darin, den individuellen Schicksalsimpuls zu beachten, wertzuschätzen und zu begleiten.
  • In der anthroposophischen heilpädagogischen Begleitung und Förderung wird das fachliche Spektrum ergänzt  durch künstlerische Therapien, Heileurythmie, rhythmische Einreibungen etc

Da auch Ernährung, Natur, Kosmos und der Jahreszeitenkreislauf heilende Wirkung auf den Menschen haben, wird dies in das alltägliche Leben mit einbezogen und bei Festen wie z.B. Michaeli und Johanni gefeiert.